Am 30. Dezember nahmen Familienangehörige, Freunde, Nachbarn, Mitstreiter und Weggefährten Abschied von Herrn Oskar Pahnke. Er war am 23. Februar 1918 in Cottbus geboren worden und wohnte seit Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft bis zu seinem Tod nach kurzem Klinikaufenthalt am 22. Dezember 2009 mit seiner Frau Antje in Hagen (Westfalen).

Pahnke war Mitglied und später Ehrenmitglied des Bundesvorstandes der Senioren-Union; auch Landesvorstand Brandenburg und Kreisverband Cottbus ernannten ihn zu ihrem Ehrenmitglied. Er war viele Jahre Kreisvorsitzender in Hagen , Stellvertretender Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Partnerschaften“ der Senioren-Union NRW.
Anlässlich seines 90. Geburtstages 2008 hatte ihn der Landesvorstand Brandenburg
in seiner Gegenwart – es war der letzte Besuch – mit herzlichen Dankesworten und kleinen Geschenken aus allen Kreisverbänden geehrt.

Verdienste erwarb sich Oskar Pahnke durch viele Initiativen zur Gründung der Senioren-Union in den ostdeutschen Ländern und vor allem in Brandenburg, seiner Heimatregion.
Die erste Informations- und Kontaktreise unternahm er schon im November 1989 von Ost-Berlin aus, als die Weiterfahrt in die Lausitz ohne „Einreiserlaubnis“ noch ein Wagnis war.
Viele Partnerschaften zwischen Gruppen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen sind durch seine Bemühungen entstanden. Die Stärkung der Inneren Einheit im wiedervereinigten Deutschland, das Zusammenführen der älteren Generation(en) von Ost und West ,von Jung und Alt sowie der Brückenschlag über Oder und Neiße hinweg – das alles war ihm Herzensangelegenheit, wofür er sich zielstrebig und unermüdlich bis zuletzt erfolgreich einsetzte.

Oskar Pahnke gehörte – mit Dr. Bernhard Worms – zu den Ersten, die 2002 die damals von der Senioren-Union Brandenburg gestiftete „Ehrenurkunde für Verdienste um die Deutsche Einheit“ verliehen bekamen.
Auf der kirchlichen Trauerfeier in Hagen hielt Regierungspräsident Helmut Diegel, sein „politischer Ziehsohn“, eine Ansprache, in der er Pahnkes zielstrebiges politisches Wirken für die CDU und ihre Senioren, aber auch seine persönliche Zuwendung und Förderung von Anfang an würdigte.
Ulrich Winz ging aus den Erfahrungen 20jährigen Zusammenwirkens auf das vorbildliche Engagement im Sinne der Deutschen Einheit ein, was Oskar Pahnke für viele Brandenburger und Mitstreiter in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland zu einem Vorbild und Freund werden ließ.
Aus Brandenburg erwiesen ihm auch Margot Hermann (CDU Cottbus), Egon Wochatz (Spremberg) sowie Werner Gäbler und Georg Graf (Lübben und Schönwalde) die Letzte Ehre. Manch einer musste sich die Reise nach Hagen leider gesundheitsbedingt versagen.
Oskar Pahnke hinterlässt seine Frau Antje (87 Jahre) mit Tochter Antje und Familie sowie Schwiegertochter und Familie. Vor gut einem Jahr war Pahnkes einziger Sohn nach schwerer Krankheit seinem Vater voraus gegangen.
Pahnkes hatten sich am 1. März 1944 in Cottbus das Ja-Wort gegeben und die Stadt immer wieder besucht.
